You may say I am a dreamer…

 

„Imagine there is no heaven…imagine all the people living for today…imagine there is no countries…nothing to kill or die for…imagine all the people living life in peace…imagine no possessions…no need for greed or hunger…a brotherhood of man…

 

You may say I am a dreamer… but I am not the only one…I hope some day you will join us…and the world will be as one.“ [Lyrics by John Lennon]

 

Der Song von John Lennon hat mir schon immer aus der Seele gesprochen..hatte ihn schon lange nicht mehr gehört…aber dieser Song war es, der mir in der Reflektion zum BarcampCH in Zürich wieder in den Sinn kam.

 

Da es bei dem Barcamp ca. 5hoch5=3125 verschiedene Möglichkeiten (an einem Tag) gab Sessions zu besuchen, hat diesen Barcamp-Samstag vermutlich niemand genau so erlebt wie ich. Und ich habe mir eine Kombination aus Sessions herausgesucht, die mich am Ende des Tages sehr nachdenklich werden lassen, ja fast ein bisschen überfordert hat. Ich habe mir daher am darauffolgenden Sonntag bewusst die Zeit genommen über die Gespräche und das Erlebte nachzudenken und mit diesem Artikel möchte ich Euch an diesen Gedanken teil haben lassen.

 

Aussagen und Fragen, die auch nach dem Barcamp noch in meinen Gedanken hängen geblieben sind: „Sicherheit und Datenschutz interessiert die Nutzer nicht“, „sollten Maßnahmen notwendig sein, müssen sie in die Produkte bereits eingebaut sein, Nutzer ergreifen keine Zusatzmaßnahmen für mehr Sicherheit, Whatsapp beweist das“, „Ich mache mir Sorgen um dieses Land“, „Kann ein zweites Nazi-Deutschland entstehen und sind wir evtl. sogar kurz davor?“, „Was kann und will ich von meiner Arbeit an die folgende Generation weitergeben?“, „wofür brenne ich?“

„Was will ich im beruflichen Alltag?“, „Wem gegenüber möchte ich mich öffnen?“

 

Ich nehme das in meinem persönlichen Umfeld nicht so stark wahr, aber in unserer Gesellschaft geht es anscheinend noch immer sehr stark darum „den Schein zu wahren“, „Statussymbole zu präsentieren“, „keine Schwäche zu zeigen“, um eine Null-Fehler-Toleranz (wer Fehler macht, fliegt). Ich nehme war, dass diese Generation junger Menschen zunehmends eine andere Wirklichkeit für sich beansprucht, offen und ehrlich miteinander reden zu können, auch schwierige Themen zu diskutieren.

Es scheint als würde unser materieller Überfluss uns menschlich gesehen seelisch krank machen. Der Wunsch nach Authentizität, Offenen Gesprächen, Ehrlichkeit, Miteinander scheint bei Vielen sehr groß zu sein. Das ist auch mein Wunsch.

 

Meine Bitte: liebe Mitmenschen, sorgt bitte alle dafür, dass es Euch gut geht. Helft Euch gegenseitig, seid großzügig, diskutiert offen, über das was Euch beschäftigt, engagiert Euch in Eurer Community.

 

Von vielen, vor allem jungen Menschen, habe ich gehört, dass sie sich nicht trauen „mitzudiskutieren“, weil sie das Gefühl haben nicht genug über eine Thematik zu wissen. Klar, ist es notwendig, dass wir uns über aktuelle Geschehnisse informieren, aber niemand kann in einer Überflutung an Informationen alles gelesen haben bzw. im Detail wissen. Nachfragen ist daher kein Zeichen von Schwäche…im Gegenteil.

 

Aus meiner Sicht sind die „großen“ Themen, über die wir uns austauschen müssen:

– Totalüberwachung

– Wirtschaftssystem, Banken- und Finanzwesen

– Lebensmittel (Produktion, Vermarktung, Qualität)

– Asyl; Hilfe für Menschen in Not

– Einfluss der Medien

– Trends in der Technologie und deren Auswirkung auf die Gesellschaft: Share-Economy, Internet of Things, etc.

 

Soweit mal meine Gedanken…und zum Abschluss noch die 1 aus 3125.

 

Session 1: Herausforderungen im Unternehmertum

Aufschlussreich:

– Unternehmerisches Scheitern ist immer noch ein Tabu-Thema, sowohl in Deutschland als auch der Schweiz

– Klein-Unternehmer vermarkten sich, nicht ihr Produkt oder ihre Dienstleistung

– Online-Marketing ist ein gutes und günstiges aber zeitintensives Tool, um sich als digitaler Unternehmer zu positionieren

– schreibe über Deine Erfahrungen, lass die Follower dich kennenlernen, interviewe Experten für eine Podcastserie, schreibe ein E-Book, also produziere Inhalte, die Menschen interessieren

Empfehlung:

– Podcast-helden.de

– lawconsultingschoeni.ch

 

Session 2: Design is a good idea

Aufschlussreich:

– Benutzer suchen sich immer ihren eigenen Weg

– Blau als Farbe geht immer und überall (internationale)…denn der Himmel ist überall blau

– Die Farben Rot und grün sind in Japan umgekehrt assoziert

– Meine Frage: wie können wir bei Sicherheitsprodukten, zum Beispiel bei Verschlüsselungssoftware, die Usability so verbessern, dass eine größere Akzeptanz bei Nutzern erreicht wird, wurde von den Teilnehmern so beantwortet: „Sicherheit und Datenschutz interessiert die Nutzer nicht“, „sollten Maßnahmen notwendig sein, müssen sie in den Produkten unsichtbar und bereits eingebaut sein, Nutzer ergreifen keine Zusatzmaßnahmen für mehr Sicherheit, Whatsapp beweist das“…Willkommen Anja, auf dem Boden der Tatsachen.

 

(Buch)Empfehlungen:

– Universal Principles of Design

– Why we fail

– uxcamp.ch

 

Session 3: Interkulturelle Begegnungen

Aufschlussreich:

– „Helmut“ ist das Gegenteil von „Dunkelangst“ :-)

– In Asien sollte ich beim Essen das Stäbchen nicht in der Suppe liegen lassen, weil ich mich so mit Buddha gleichsetze

– Kann ein zweites Nazi-Deutschland entstehen und sind wir evtl. sogar kurz davor?

– Was kann jeder dagegen tun? Vorschlag: richtiger Sprachgebrauch, Diskussionen

 

Session 4: Things that really matter

Ausgangspunkt war die Diskussion eines NZZ-Artikels „Das Gastmahl der Geistlosen“ von Milosz Matuschek http://www.nzz.ch/meinung/debatte/das-gastmahl-der-geistlosen-1.18576787

 

Aufschlussreich, was die Menschen im Raum beschäftigt:

Ich möchte was hinterlassen?, was mache ich in 10 Jahren?, wofür brenne ich?

Was will ich im beruflichen Alltag?

Wemgegenüber möchte ich mich öffnen?

Was kann ich weiter geben im Sinne von Bildung, Schule, Grundwerte

Wie beeinflussen die Bedürfnisse die Eltern in ihre Kinder projezieren, die heranwachsende Generation?

Gesundheit

Berufliche Weiterbildung

Einen Menschen wirklich! kennenlernen

Rechtsruck Europa, brennende Flüchtlingsheime

Glaube an Gott

=> es sind nicht die großen weltpolitischen Themen, die interessieren, sondern die jeden persönlich gerade umtreiben

 

 

Session 5: Schweizerisch reden ja oder nein?

An der Session haben 2 Schweizer, 2 Deutsche, 1 Österreicherin und ein Franzose teilgenommen, von denen arbeiten bis auf eine alle in der Schweiz. Die Frage, die diskutiert wurde, soll sich ein Ausländer des schweizer Dialekts annehmen? Wie wirkt das auf Schweizer?

Hier war die Luft bei mir schon etwas raus…was ich noch mitgenommen habe…“lieber die eigene Sprache verwenden…wirkt authentischer“…wobei wir wieder bei oben Diskutiertem wären… :-)

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